Regionales Weinkomitee Kremstal

Gemeinsam das Kremstal weiter entwickeln

In vielen klassischen Weinländern ist es seit langer Zeit üblich, dass sich die Weinwirtschaftsbeteiligten zu Branchenverbänden zusammenschließen, um die Entwicklung ihrer Region besser vorantreiben zu können. Seit 2001 ist dies auch im Kremstal mit der Gründung des Regionalen Weinkomitees Kremstal geschehen.

Während das Nationale Komitee nur mit Beschlüssen zu befassen ist, die auch gesetzliche Änderungen nach sich ziehen, verfügen die Regionalen Komitees als zentrales Element in den jeweiligen Gebieten über den größtmöglichen Handlungsspielraum und nützen diesen auch. Daher haben sich alle kompetenten Weinwirtschaftsbetriebe eines Gebietes in den Dienst ihres vor Ort tätigen Weinkomitees zu stellen. Vertreter der Weinwirtschaft sind insbesondere: Weintraubenproduzenten, Weinproduzenten, Weinhandelsbetriebe, Genossenschaftsvertreter, Schaumweinproduzenten, Sensale  etc.

Entsprechend der für das Kremstal zutreffenden Weingartenflächengruppe von 1000 bis 5000 Hektar dürfen bis zu 15 Mitglieder im Regionalen Komitee mitwirken. Diese wurden von der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammer Österreich und der Wirtschaftskammer Österreich auf dem Wege der entsprechenden Gebiets- und Landesorganisation vorgeschlagen und vom Bundesminister nach erfolgter Zustimmung des Nationalen Weinkomitees für die Dauer von 5 Jahren bestellt. 

Die fünf wichtigsten Aufgaben des Regionalen Weinkomitees

1. Die Verbesserung der Kenntnis und Transparenz bezüglich Erzeugung und Vermarktung der Qualitätsweine mit dem Ziel der besseren Koordinierung des Absatzes.

2. Marktforschung und Durchführung von Marketingmaßnahmen in Zusammenarbeit   mit der ÖWM. Diese Marketingmaßnahmen müssen im Einklang mit dem Gesamtauftritt des österreichischen Weines stehen.

3. Die Entwicklung von Verfahren und Technologien zur Verbesserung der Produktqualität.

4. Ausarbeitung von Standardverträgen wie z. B. Lieferverträgen oder Bewirtschaftungsverträgen.

5. Definition von Bedingungen für die Produktion und die Vermarktung von regionaltypischen Qualitätsweinen mit Herkunftsprofil. Das bedeutet, dass ein Regionales Komitee dem Bundesminister Vorschriften für typische Qualitätsweine mit Herkunftsprofil (D.A.C.-Wein) vorschlagen kann, wenn es der Profilgewinnung des Gebietes dient.