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Kremstal Etiketten der Zukunft

Kremstal-Etiketten der Zukunft

Kremstal Weine in drei Stufen

Kremstal-Weine in drei Stufen veranschaulicht

Als Ergebnis des langen Prozesses wurde nun in den Verordnungen ein dreistufiges System verankert. Gemäß diesem können die Winzer ab dem Jahrgang 2016 ihre Weine in den Kategorien Gebietswein, Ortswein und Riedenwein bei der Prüfnummernstelle einreichen. Die jeweilige Kategorie sollte auf dem Vorderetikett sofort zu erkennen sein: Ein Gebietswein heißt dann beispielsweise ganz einfach Kremstal, ein Ortswein Rohrendorf, ein Riedenwein Gebling.

Neu ist auch, dass es zwar Alkoholuntergrenzen, aber keine Obergrenzen mehr gibt. Damit schließt man aus, dass ein Wein aufgrund zu hohen Alkohols unter „Niederösterreich“ vermarket werden muss. Reserve-Weine kommen weiterhin auf den Markt, unterscheiden sich von den anderen DAC-Weinen aber nur mehr durch den Erscheinungstermin und nicht durch den Alkoholgehalt. Zur Prüfnummer eingereicht werden können Reserven nun erst ab 1. Juli. D.h. Der Begriff „Reserve“ ist nur eine  Zusatzbezeichnung und stellt aber keine eigene Kategorie mehr dar. Um Verwechslungen von Lagen mit Markennamen zu vermeiden, sieht übrigens die Novelle zum Weingesetz 2009 vor, dass bei Weinen mit Lagenbezeichnung das Wort „Ried“ vor dem Namen der Lage auf dem Etikett stehen muss.

Mit der Dreistufigkeit Gebiet – Ort – Riede im Appellationssystem werden nun Erklärungen viel leichter, vor allem im internationalen Bereich, wo das System bereits gelernt ist. Aber auch in Österreich wächst das Bewusstsein für Herkünfte. Kritische Konsumenten möchten wissen, wo der Ursprung des gekauften Produkts liegt und sind dankbar für eine klare Regelung. Mit den neuen Verordnungen wird den Rieden (Lagen) mehr Aufmerksamkeit und Wertigkeit gewidmet.